Das Ziel der Hochverfügbarkeit (High Availability) in der IT ist es, die Systeme auch dann verfügbar zu halten, wenn eine oder mehrere für das Funktionieren notwendigen Komponenten ausfallen.
In der heutigen Arbeitswelt ist die Verfügbarkeit der IT-Systeme und -Komponenten die Grundlage für den reibungslosen Ablauf der unternehmensinternen Geschäftsprozesse. Ist beispielsweise der E-Mailserver nicht verfügbar, können die Anwender keine E-Mails verschicken, steht das Warenwirtschaftssystem still, stockt die Produktion und so weiter. Die Verfügbarkeit wird als Verhältnis aus fehlerbedingter Ausfallzeit und Gesamtzeit eines Systems gemessen.

Eine Verfügbarkeit von 99 Prozent entspricht einem Ausfall von etwa vier Tagen pro Jahr. Von Hochverfügbarkeit spricht man daher erst ab einem Wert von 99,9 Prozent oder höher.

Bei HA-Systemem wird versucht sogenannte Single-Point-of-Failure-Risiken (SPOF) zu eliminieren (ein SPOF ist eine einzelne Komponente, deren Versagen zum Ausfall des gesamten Systems führt). Ein Hersteller eines hochverfügbaren Systems muss dieses mit folgenden Merkmalen ausstatten: Redundanz kritischer Systemkomponenten sowie fehlertolerantes und robustes Verhalten des Gesamtsystems. Typische Beispiele für solche Komponenten sind unterbrechungsfreie Stromversorgungen, doppelte Netzteile oder der Einsatz von RAID-Systemen. Weiter kommen Techniken zur Serverspiegelung oder auch redundante Cluster zum Einsatz.

In der IT-Infrastruktur hat die Hochverfügbarkeit folgende Ausprägungen: Als Cold-Standby werden HA-Lösungen bezeichnet, bei denen die Anwendungen des Rechners im Fehlerfalle auf einem Ersatzrechner zur Verfügung stehen. Hot-Standby bezeichnet Systeme, bei denen die Anwendungen des Rechners im Fehlerfalle auf einem Ersatzrechner zur Verfügung stehen, dieser jedoch die Arbeit sofort nach Ausfall des primären Rechners aufnimmt.

In Cluster-Systemen sind mehrere Rechner miteinander gekoppelt, sie erscheinen nach außen als ein einziger Rechner. Cluster können sich im Fehlerfall unterschiedlich verhalten, es wird zwischen Failover und Takeover unterschieden. Failover heißt, dass im Fehlerfall die Anwendung auf einem anderen Rechner im Cluster neu gestartet wird. Takeover bedeutet, dass die Dienste auf zwei oder mehreren Servern gleichzeitig aktiv sind. Fällt ein Server aus, so schaltet der Cluster auf einen anderen Server um.

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